Casa Sillanova, Salga und der Pico da Vara
Standort:
Lomba de São Pedro befindet sich im ruhigen Nordosten São Miguels, wo die Haupterwerbsquelle Landwirtschaft ist.
Hier, an der Steilküste zwischen Ribeira Grande und Nordeste, liegen die meisten markierten Wanderwege der Insel, die aber glücklicherweise von den großen Touristenströmen weitgehend verschont geblieben sind. Einer der spektakulärsten Wege wurde Ende 2018 eröffnet und führt direkt am Haus vorbei.
Der höchste Gipfel São Miguels -
Pico da Vara - ist ganz nah, ebenso das Naturschutzgebiet am Hochmoor Planalto dos Graminhais, die heißen Quellen von Furnas und viele spektakuläre Aussichtspunkte (Miradouros) , die nicht alle in den Touristenkarten verzeichnet sind - wie zum Beispiel die drei Wasserfälle auf der Wanderung von Lomba de São Pedro. Diese kann man übrigens in je einer Viertelstunde zu Fuß von der Unterkunft aus erreichen.
Mietwagen:
Die Insel ist zwar mit 65 km Länge relativ klein, dennoch ist ein Mietwagen unverzichtbar, wenn man São Miguels Naturschönheiten genießen will. Es ist empfehlenswert, diesen sehr frühzeitig, bei Buchung des Flugs, zu reservieren. Die portugiesische Fluglinie TAP hat saisonal preisgünstige Mietwagenangebote, wenn man diese zusammen mit dem Flug - direkt bei TAP - bucht. Ansonsten über Internetportale wie z.B. rentalcars.com oder billiger-mietwagen.de. Es existieren zwar öffentliche Verkehrsmittel, diese verbinden jedoch Dörfer und Städte und nicht Aussichtspunkte bzw. Wanderwege.
Kleiner Spartip: es empfiehlt sich, für zwei Personen als Buchungskriterium »vier Türen« vorzugeben, aber keine Fahrzeuggröße. Bei Vorgabe »Kleinstwagen« kann es passieren, dass man vor Ort einen Zweisitzer-Smart erhält und da passen keine zwei Reisekoffer hinein. Bei einem preiswerten Viertürer handelt es sich meist um einen Polo/Corsa etc., jedoch mit >50.000 statt 5.000 km auf dem Tacho.
Allradantrieb, SUV o.ä. ist überflüssig, die Straßen sind sehr gut ausgebaut. Ein Navi ist sinnlos, da viele Straßennamen nicht richtig erfasst sind. Am besten gleich am Flughafen die Straßenkarte von São Miguel mitnehmen - siehe im Reiter »São Miguel«.
Bitte den Hinweis zum Thema Kreisverkehr im Reiter
»Wissenswertes« ernst nehmen.
Kraftstoff kostet übrigens an jeder Tankstelle der Insel monatelang zu jeder Uhrzeit unverändert gleich viel, auch um 5 Uhr morgens an der Autobahn.
Wandern:
In unmittelbarer Nähe von Lomba de São Pedro gibt es mehrere markierte Küstenwanderungen. Einen markierten Rundweg kann man, wie erwähnt, direkt von der Unterkunft aus starten. In weniger als 10 Autominuten Entfernung können mindestens fünf weitere Wanderungen - zum Teil kombinierbar - erreicht werden. Fährt man maximal 30 Minuten weit, kann man zwei Wochen lang täglich eine andere Wanderung machen. In den letzten Jahren wurden speziell im Nordosten viele neue Wege geschaffen, die noch nicht ihren Einzug in einschlägige deutschsprachige Wanderführer gefunden haben. Infos dazu findet man in den Tourismusbüros in Ribeira Grande,
Parque Natural da Ribeira dos Caldeirões (Achada) und Nordeste. Mehr dazu unter dem Reiter »São Miguel« .
Baden:
Es gibt rund um die Insel viele Bademöglichkeiten. Die Wassertemperaturen sind von Mai/Juni bis in den November hinein angenehm. Flache Wellen wird man aber am häufigsten im Juli und August haben. Die Lufttemperatur beträgt auch im Sommer oftmals nur 21° bis 25° C., bei direkter Sonnenbestrahlung und höherer Luftfeuchtigkeit fühlt es sich aber deutlich wärmer an.
Sonnenmilch mit hohem Lichtschutzfaktor ist Pflicht. Ebenso Badeschuhe (heiß!).
Besonders im Hochsommer sind die Strände u.a. wegen der Schulferien gut besucht, bei wolkenlosem Himmel wird man z.B. in Porto Formoso nachmittags keinen Parkplatz finden.
Mit dem Auto ist der nächste unbewachte Strand rund 5 Minuten entfernt (Praia da Viola in Lomba da Maia). Dann gibt es in Maia (<10 min) einen vor Brandung geschützten Stadtstrand und ein natürliches Felsbecken, wo man sogar Schnorcheln kann (Piscinas Naturais). Der nächste Strand mit Bar/Café ist in Porto Formoso (15 min). Auf der Südseite der Insel befinden sich jede Menge Strände, z.B. in Ribeira Quente (30 min) oder Água de Alto (40 min). In Nordeste (15 min) gibt es ein Meerwasserschwimmbecken, das unabhängig vom Wellengang ist, außerdem ein Schwimmbad mit Stadtstrand in Ribeira Grande (25 min). In Furnas (20 min) kann man ganzjährig in heißen Quellen baden, in Ferraria (ca. 70 min) geht das bei Ebbe sogar im Meer.
Einkaufen:
Da man als Urlauber in der Regel den ganzen Tag mit dem Mietwagen unterwegs ist, liegt es nahe, unterwegs einzukaufen. Große Supermärkte befinden sich - außer in der Hauptstadt - in dem ca. 25 km entfernten Ribeira Grande (ca. 25 Autominuten), ein kleinerer Discounter in Lomba da Fazenda (15 min. Richtung Nordeste), mehrere Geschäfte in Maia (10 min.), eines in Lomba da Maia (7 min.) und ein Mini-Markt in Fenais da Ajuda (4 min.), der übrigens nicht teurer als die großen ist. Und es gibt einen mit einer Bar kombinierten Mini-Laden in Lomba de São Pedro, der allerdings nicht begehbar ist, d.h. man muss auf Portugiesisch an der Theke sagen, was man möchte. Mini-Märkte gibt es in fast jedem Ort, diese sind in der Regel aber sehr übersichtlich sortiert. Frischfleisch und -fisch gibt es dort nicht. Lomba de São Pedro wird außerdem von einem Brot-, Gemüse- und einem Fischwagen versorgt, die sich täglich bemerkbar machen.
Frischen Fisch und Fleisch kauft man am besten in Ribeira Grande, entweder im Supermarkt »Continente« oder besser noch im Fischladen bzw. der Zentralmetzgerei (
Talho Central ). Gegenüber gibt es auch einen recht gut sortierten, günstigen Gemüseladen mit regionalen/saisonalen Produkten.
Eine Übersicht mit Karte als pdf findet man
»HIER« .
Bei Bedarf haben wir natürlich auch Platz in der Tiefkühltruhe frei oder können beim Einkauf immer mal das eine oder andere mitbringen.
Essen gehen:
Die azorische Küche ist einfach und deftig. Obwohl preisgünstig und stets verfügbar, wird wenig Fisch gegessen, abgesehen von einem Auflauf mit
Bacalhau (Stockfisch). Meeresfrüchte gibt es auf der Insel nicht, außer Lapas (Napfschnecken) und seltener Lulas (Tintenfisch) bzw. Polvo (Oktopus). Man findet am Strand schließlich auch keine Muschelschalen. Wenn Fisch mit auf einer Karte steht, ist der leider oft komplett durchgebraten und trocken. Daher sollte man ihn lieber in einem ausgewiesenen Fischrestaurant essen oder - noch besser - frischen Fisch einfach selbst zubereiten, z.B. am Grill im Innenhof der Casa Sillanova.
Typische Snacks sind
Bifana (Schweineschnitzel) und Prego bzw. Bitoque (Rindersteak) die es im Brötchen ( no pão ) oder auf dem Teller ( no prato ) mit Pommes & Reis gibt. Typischerweise ist das Fleisch in der allgegenwärtige Paprika-Soße eingelegt (gemahlene Schoten + Salz). Auch Torresmo (Rippchen bzw. Bauchfleisch vom Schwein), Costoleta do Novilho (Jungbullen-Kotelett) und Hamburguer (bei » no prato « ist es ein Hackfleischfladen ohne Brot) findet man häufig. Die geschmackliche Qualität lässt sich oft am Preis ablesen. In einer Snackbar ist ein Hamburger z.B. meist ein Fertigprodukt aus der Tiefkühltruhe.
Der Azorer geht in der Regel mittags essen und das gerne spät (bis 14 Uhr). Deswegen gibt es nicht sehr viele Restaurants bzw. Cantinhas, die abends etwas zu Essen anbieten. Diese wenigen sind dann eher teuer. Immer häufiger gibt es inzwischen Buffet-Restaurants, in denen man mittags für einen Preis von unter 10 Euro beim »all-you-can-eat« typische micelenser Kost probieren kann. Sonntags gehen azorische Familien gerne auswärts Mittagessen, ohne Reservierung wird man dann kaum einen Buffet-Platz bekommen.
Restaurants in der Nähe
ohne Anspruch auf Vollständigkeit. Alle Entfernungsangaben sind Fahrzeiten mit dem Auto:
Salga (3 min): Moagem ist eine Pizzeria (mittags + abends) direkt vor dem Ortseingang. Die Pizza ist sehr dick belegt, schmeckt sehr »azorisch«, aber gut, und ist außerdem sehr günstig.
Achadinha (5 min): Os Melos . Mittags Buffet (am Wochenende reservieren!), in der Saison auch Abendessen à la carte. Preisgünstig, bodenständig und gut. Das direkt benachbarte Poço Azul bietet ebenfalls Buffet sowie Abendessen an.
Lomba da Maia (7 min): O Cordeirinho . Ausgezeichnetes Restaurant, mittags günstiges Tagesgericht (nach prato do dia fragen). Abends unbedingt reservieren! Einfache, typische Gerichte, aber ausgesprochen gut zubereitet und daher angemessen günstige Preise. Sonntags am Abend und Montags leider geschlossen.
Maia (10 min): O Sagitário . Mittag- und Abendessen. Eine gute Wahl für gegrillten Fisch, aber für die Azoren nicht billig. Dafür sitzt man im Sommer sehr schön auf der überdachten Terrasse mit Meerblick.
São Brás (10 min): O Emigrante . Mittag- und Abendessen. Einfache und gute regionale Küche zu vernünftigen Preisen. Falls die Tür zum Restaurant geschlossen ist, einfach am Eingang zur Bar, auf der linken Seite des Hauses probieren.
Porto Formoso (12 min): O Amaral . Reines Fischrestaurant. Mittags und Abends geöffnet. Nicht ganz billig, aber dafür sehr gut.
Furnas (15 min): Hier gibt es mehrere Restaurants , die mittags und auch abends warme Küche anbieten.
Lomba da Fazenda (15 min): Casa de Pasto O Cardoso . Sehr gut und günstig. Ganzjährig mittags geöffnet, in der Sommersaison auch abends.. Reservieren muss man nicht unbedingt, ist aber im Sommer vorteilhaft.
Nordeste (20 min): Restaurante Tronqueira . Ganz ordentliches Buffetrestaurant mit Mittag- und Abendessen.
Ribeira Grande (25 min): Faria . Bar und Mittagskantine mit echter einheimischer Hausmannskost. Laut, günstig, keine englischsprachige Speisekarte, aber richtig gut! »Hier« ein Auszug aus einer Speisekarte mit deutscher Übersetzung.
Residencial Ribeira Grande liegt ein paar Fußminuten vom Zentrum entfernt - gegenüber einer Schule - und bietet täglich São Miguels vermutlich bestes und dabei günstiges Mittagsbuffet (12-15 h) an.
Das
Carlos Feire ist eine Snackbar mit exzellentem Preis-/Leistungsverhältnis, die qualitativ fast an ein Restaurant heranreicht. Bifana bzw. Prego no pão sind sehr zu empfehlen.
Kuchen- und Dessertliebhaber sollten unbedingt einen Besuch im
A Merenda einplanen und dort das Pão de Deu probieren.
Abgesehen davon gibt es noch weitere höherpreisige Restaurants, die abends geöffnet haben (u.a. Monte Verde, O Silva). Siehe
»Hier« .
Santana (Rabo de Peixe) (30 min): Restaurante Assoçiação Agricola . Bestes Steakhaus der Insel, durchgehend geöffnet. Für azorische Verhältnisse teuer, aber der Qualität angemessen. Tipp: Zum Nachtisch den Pudim de Chá probieren.
Rabo de Peixe (35 min): O Pescador . Spezialisiertes Fischrestaurant, Mittag- und Abendessen, Reservierung sinnvoll.
Botequim Açoriano . Restaurant mit Schwerpunkt Fisch. In der Saison reservieren!
Ponta Garça (40 min): Scorpion Café . Ein absoluter Geheimtipp für mittags und abends. Eine Bar/Café mit einem kleinem Speiseraum und exzellenter Hausmannskost. Große Portionen, sehr lecker und preiswert obendrein.
Blick nach Westen
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