Essen gehen:
Die azorische Küche ist einfach und deftig. Obwohl preisgünstig und stets verfügbar, wird wenig Fisch gegessen, abgesehen von einem Auflauf mit
Bacalhau
(Stockfisch). Meeresfrüchte gibt es auf der Insel nicht, außer
Lapas
(Napfschnecken) und seltener
Lulas
(Tintenfisch) bzw.
Polvo
(Oktopus). Man findet am Strand schließlich auch keine Muschelschalen. Wenn Fisch mit auf einer Karte steht, ist der leider oft komplett durchgebraten und trocken. Daher sollte man ihn lieber in einem ausgewiesenen Fischrestaurant essen oder - noch besser - frischen Fisch einfach selbst zubereiten, z.B. am Grill im Innenhof der Casa Sillanova.
Typische Snacks sind
Bifana
(Schweineschnitzel) und
Prego
bzw.
Bitoque
(Rindersteak) die es im Brötchen
(no pão)
oder auf dem Teller
(no prato)
mit Pommes & Reis gibt. Typischerweise ist das Fleisch in der allgegenwärtige Paprika-Soße eingelegt (gemahlene Schoten + Salz). Auch
Torresmo
(Rippchen bzw. Bauchfleisch vom Schwein),
Costoleta do Novilho
(Jungbullen-Kotelett) und
Hamburguer
(bei
»no prato«
ist es ein Hackfleischfladen ohne Brot) findet man häufig. Die geschmackliche Qualität lässt sich oft am Preis ablesen. In einer Snackbar ist ein Hamburger z.B. meist ein Fertigprodukt aus der Tiefkühltruhe.
Der Azorer geht in der Regel mittags essen und das gerne spät (bis 14 Uhr). Deswegen gibt es nicht sehr viele Restaurants bzw.
cantinas,
die abends etwas zu Essen anbieten. Diese wenigen sind dann eher teuer. Immer häufiger gibt es inzwischen Buffet-Restaurants, in denen man mittags für einen Preis von unter 10 Euro beim »all-you-can-eat« typische micelenser Kost probieren kann. Sonntags gehen azorische Familien gerne auswärts Mittagessen, ohne Reservierung wird man dann kaum einen Buffet-Platz bekommen.