Wie schon andernorts erwähnt, haben viele der traditionellen, nicht-touristischen Gaststätten nur Mittags warme Küche. Typisch ist - für den großen Hunger - eine kleine Vorspeise (z.B. Frischkäse mit Paprikapaste und Brot) oder Suppe, ein Hauptgericht (Fisch oder Fleisch),
Sobremesa
(Nachtisch) und
Café
(= Espresso).
Traditionell wird bei Hauptspeisen kein Beilagengemüse wie z.B. Erbsen, Brokkoli o.ä. gereicht. Standard ist Fisch oder Fleisch mit Reis und Pommes oder Fleisch aus dem Backofen mit Salz- und Süßkartoffeln oder ein Auflauf/Eintopf, bei dem Kartoffeln mitgegart wurden. Gemüse scheint für die Azorer nur annehmbar zu sein, wenn es Stärke enthält, wie z.B. Bohnenkerne
(Feijão),
Saubohnen
(Favas),
Kichererbsen
(Grão),
Tarowurzel
(Inhame),
Kartoffel
(Batata)
und Süßkartoffel
(Batata doce).
) Salat dient - wenn vorhanden - mehr der Dekoration und wird nie angemacht serviert. Essig und Öl kommt, oft erst auf Nachfrage
(vinagre e azeite por favor),
separat.
In vielen Lokalen kann man sich aber für wenig Geld einen Salat separat dazubestellen, auch wenn er nicht auf der Karte steht.
Touristische Lokale - die auch Abends geöffnet haben - sind jedoch deutlich aufgeschlossener, was Salat oder Gemüse betrifft!