(Dunkler Gabeldorsch, Fork-Beard). Weißes Fleisch, weich, tendiert geschmacklich etwas in Richtung Kablejau, wird im Lokal meist filetiert und ggf. paniert angeboten.
(Gelbflossen-Thun, Yellowfin Tuna). Preisgünstige Thunfischart. Im Lokal leider meist komplett durchgegart, wird dann sehr trocken. Gute Fischrestaurants bieten Albacora normalerweise nicht an.
(Glänzender Schleimkopf, Splendid Alfonsino). Trotz seines unglücklichen deutschen Namens ein ausgezeichneter Speisefisch; zum Grillen und Backen. Festes, weißes Fleisch, sehr schmackhaft, wenig Gräten.
(Blaufisch, Blaubarsch, Bluefish). Sehr empfehlenswerter Speisefisch, der über einen Meter lang werden kann. Restaurants bieten typischerweise gegrillte Filets an. Saftiges, helles Fleisch mit kräftig-ausgewogenem Geschmack.
(Stockfisch, Codfish). Gesalzener, getrockneter Kabeljau aus Norwegen, oft als Auflauf. In ganz Portugal sehr beliebt. »Codfish« auf der Karte ist in Portugal immer Stockfisch!
(Achselfleckbrasse, Axillary Seabream). Eng verwandt mit
Peixão,
nur kleiner, siehe dort. Wird für Suppen verwendet.
(Gelbmaul-Barrakuda, Yellowmouth Barracuda). Ein sehr empfehlenswerter Speisefisch, in Stücke geschnitten, mehliert/gebraten oder auch gegrillt. Festes, helles Fleisch, wenig Gräten, sehr feiner Geschmack.
(Blaumäulchen, Blackbelly Rosefish). Wie
Alfonsím,
nur etwas weicheres Fleisch und deutlich häufiger zu finden.
(Gefleckter Lippfisch, Ballan Wrasse). Neutral und grätig, kein hochwertiger Speisefisch, eher für die Suppe geeignet.
(Echter Bonito, Skipjack Tuna). Ein typischer Konservenfisch der Thunfisch-/Makrelenfamilie und kaum im Restaurant zu finden, da er schnell trocken wird und erstaunlich viele Gräten besitzt. Evtl. noch als Kasserole im Buffetrestaurant. Zum Braten oder Grillen nicht empfehlenswert.
(Garnelen, Scampi, Shrimps). Werden in Restaurants meist gebraten bzw. gebacken in einer pikanten Soße serviert, z.B. nach Moçambique-Art. Sie stammen aber mangels flacher Küstengewässer nicht von den Azoren!
(Skorpionsfisch, Offshore Rockfish). Ein weiterer exzellenter Speisefisch, sehr ähnlich
Alfonsím
oder
Boca Negra.
(Japanische Makrele, Spanish Mackerel, Chub). Die typische Makrele. Grillen, Braten, Backen.
(Wrackbarsch, Stone Bass). Weißes Fleisch, sieht man eher auf der Speisekarte als im Fischladen. Wird wegen seiner Größe filetiert, ggf. paniert und gebraten, festes Fleisch, geschmacklich eher neutral.
(Blauer Stöcker, Stachelmakrele, Blue Jack Mackerel). Der Brot- und Butterfisch der Azoren, schmeckt genau wie Makrele, wird nur nicht ganz so groß. Ähnlich der Sardine gibt es ihn klein (z.B. paniert und frittiert), mittel (braten) und groß (braten, grillen). Sehr gut und meist günstig.
(Meeraal, Conger). Findet man z.B. in Buffet-Restaurants in Sauce geschmort. Ausgezeichnet schmeckendes, reinweißes Fleisch, aber leider etwas grätig. Am Buffet sind die "offenen" Stücke die bessere Wahl, da weniger Gräten.
(Gemeine bzw. Große Goldmakrele, Dolphinfish, Mahi-Mahi). Das ist nicht die Dorade aus dem Mittelmeer, sondern eine große Stachelmakrelenart. Sehr schmackhaft, gebraten oder gegrillt.
(Gelbflossen-Stachelmakrele, Dentex, White Trevally). Festes, wohlschmeckendes Fleisch, wie Makrele, aber weniger fett.
(Schwertfisch, Swordfish). Zubereitung wie Thunfisch. Sehr teuer. Nicht zu verwechseln mit
Peixe Espada
(Degenfisch).
(Schwarzschwanz-Sägebarsch, Blacktail Comber). Weißes Fleisch, feiner Geschmack, ähnlich
Boca Negra,
aber größenbedingt viele Gräten.
(Nördlicher Schleimkopf, Alfonsino). Der große Bruder des
Alfonsím
- siehe dort. Selten und daher teuer.
(Augenstreifen-Bernsteinmakrele, Longfin Yellowtail, Almaco Jack). Kleiner Verwandter des
Lírio
- siehe dort.
(Großer Gabeldorsch, Greater Forkbeard). Großer Bruder des
Abrótea da pedra
- siehe dort.
(Napfschnecken, Azorean Limpets). Azorenspezialität, teure, zähe bzw. gummiartige »Muschel«. Wer's mag...
(Große Bernsteinmakrele, Great Amberjack, Yellow Trevally). Eine Stachelmakrelenart, die fast zwei Meter lang werden kann. Festes Fleisch mit ausgewogen-kräftigem Geschmack. Meist nur in Lokalen zu finden.
(Tintenfische, Calamaris, Squid). Werden auf den Azoren gefangen. Restaurants, die Lulas / Lulinhas anbieten, bereiten diese meist auch gekonnt und vor allem zart zu. Nicht im geringsten wie die berüchtigten "Fahrradschläuche" mancher deutscher Mittelmeer-Lokale.
(Tiefseedorsch, Mora). Fleisch etwas schwammig, geschmacklich ähnlich
Abrótea
bzw.
Juliana,
am besten als Filet, z.B. mit Eipanade in der Pfanne.
(Muräne, Moray). Enthält viel wabbeliges Fett. Inselspezialität: in Stücke geschnitten und frittiert (Restaurant Faria, Ribeira Grande). Schmeckt dann wie die Kruste einer gegrillten Schweinshaxe mit dicker Fettschicht.
(Rote Fleckbrasse, Blackspot Seabream). Weißes, neutral schmeckendes Fleisch, eher grätig. Sieht man häufiger in Restaurants und wird manchmal irreführenderweise als
Peixe vermelho
(roter Fisch) bezeichnet.
(Degenfisch, Silver Scabbardfish) und
(Schwarzer Degenfisch, Black Scabbardfish). Sehr guter Speisefisch, in Stücke geschnitten, zum Braten, Grillen, in Aufläufen etc. Feiner Geschmack, weißes Fleisch, etwas grätig.
(Grauer Drückerfisch, Grey Triggerfish). Ein absolutes Muss, unbedingt probieren! Sehr festes rosa Fleisch, das beim Garen weiß wird. Findet man in vielen Fischlokalen. Im Laden unbedingt gleich filetieren lassen bzw. Filets kaufen, denn die Haut ist lederartig zäh und sitzt fest, das muss man gelernt haben.
(Meerjunker, Rainbow Wrasse). Sieht hübsch aus, ist aber geschmacklich neutral und grätig. Schwammiges, weißes Fleisch, ein Suppenfisch.
(Kap-Seehecht, Cape Hake). Ein Tiefkühlfisch, der aus dem Atlantik vor Namibia und Südafrika stammt. Festes weißes Fleisch, geschmacklich nicht schlecht, aber unauffällig.
(Viktoriabarsch, Nile Perch). Ein preiswerter Süßwasser-Tiefkühlfisch, den man auch in Deutschland kennt.
(Oktopus, Octopus). Wird auf den Azoren meist per Harpune gefangen. Eine besondere Spezialität ist
Polvo guisado
= Oktopus-Goulasch in einer Rotweinsoße. Gibt es fast nur auf der Tageskarte.
(Bläuel, Pompano). Eine weitere schmackhafte Stachelmakrelenart, ähnlich Encharéu.
(Nagelrochen, Thornback Ray). Hier isst man nur die Flügel. Zartes, wohlschmeckendes Fleisch, wird meist gedünstet zubereitet. Dann kann man das Fleisch mit der Gabel von den Gräten schieben.
(Meerpfau, Ornate Wrasse). Schön bunt, aber weiches neutrales Fleisch und viele Gräten. Ein Suppenfisch.
(Roter Knurrhahn, Tub Gurnard). Großartiger Speisefisch, aber leider selten. Sehr festes, weißes Fleisch, wenig Gräten, feiner Geschmack.
(Goldstriemenbrasse, Cow Bream, Dreamfish). Grätig, neutrales Fleisch. Nicht empfehlenswert.
(Lachs, Salmon). Kommt auf den Azoren nur in der Tiefkühltruhe vor.
(Streifenbarbe, Striped Red Mullet, Surmullet). Vorzüglicher und sehr feiner Speisefisch, z.B. im Backofen oder in Alufolie. Bei kleinen Exemplaren (<25 cm) hat man im Verhältnis zum Fleisch recht viele Gräten.
(Sardine, European Pilchard). Der »portugiesische Nationalfisch« wird auf den Azoren nicht kommerziell gefangen, da es dort keine Schleppnetzfischerei gibt. Im Restaurant angebotene Sardinen bzw.
Petingas
stammen aus der Tiefkühltruhe.
(Geißbrasse, White Sea Bream). Wird auf Speisekarten schon mal fälschlich als »White Snapper« angeboten. Weißes Fleisch, guter Geschmack. Einer der wenigen wohlschmeckenden Fische, die auch vom Ufer aus geangelt werden können.
(Pelamide, Atlantic Bonito). Ein weiterer Thunfisch/Makrelen-Verwandter, sehr ähnlich
Bonito,
siehe dort.
(Dicklippige Meeräsche, Thicklip Grey Mullet). Preiswerter Fisch, aber geschmacklich langweilig und trotz seiner Größe recht grätig.
(Seeteufel, Anglerfish, Monkfish). Sehr schmackhaft, aber relativ viele Gräten. Findet man eher im Lokal.
(Europäischer Papageifisch, Mediterranean Parrotfish). Sieht hübsch aus, aber ziemlich neutrales, sehr weißes Fleisch und viele Gräten.
Die Azoren sind Portugals Hochburg der Käseproduktion. Das Käsehandwerk haben die Azorer von Niederländern gelernt.
Kuchen bzw. Torten oder flacheTartes sind oft sehr süß, ganz besonders jene, die aus einer Fabrik stammen. Erwähnenswert ist die Massa Sovada: Ein einfacher Hefekuchen in Form des italienischen Panettone, in verschiedenen Größen. Als Bolo do Rei gibt es etwas Ähnliches zur Weihnachtszeit mit kandierten Früchten darin und darauf.
Sie ist in der »micelenser« Küche allgegenwärtig und ersetzt Salz, Fleischbrühwürfel, Sojasauce etc. beim Kochen und marinieren und man streicht sie u.a. auf den Frischkäse. Typisch sind im Backofen zubereitete Gerichte (z.B. Hähnchenschenkel mit Kartoffeln) die durch Paprikasoße und Chouriço das typische micelenser Aroma erhalten. Auch der Brot- und Butterfisch Chicharro (Stachelmakrele, Blauer Stöcker) wird gerne gegrillt, gebraten, gebacken oder frittiert und mit Paprikasoße bestrichen.
Honig (Mel) von den Azoren gibt es üblicherweise in drei Varianten: den süßeren Multiflora (Blütenhonig), den etwas herberen Trevo (Klee) und zu guter Letzt den weit verbreiteten Incenso ("Weihrauch"). Damit ist hier der »Krausblättrige Klebsamen« (Pittosporum undulatum) gemeint, eine weit
Pasta de Chouriço bzw. Chouriço moido (= Chouriço-Paste):