Im Gegensatz zu vielen Mittelmeerländern werden auf den Azoren belegte Brote gegessen, d.h. es gibt Aufstriche, Wurst- und Käsescheiben. Auf São Miguel gibt es - neben Käse, Butter etc. - vier Wurstfabriken, die quasi alles »rund um die Chouriço« abdecken, sowie etliche vom Festland importierte Waren. Ebenso findet man ein große Auswahl an süßen und herzhaften Backwaren.
Brot besteht, wie in südlichen Gefilden üblich, aus Weizenmehl, bzw. hier auch Maismehl.
Pão de mistura
(Mischbrot) versteht sich als Weizen/Mais-Mischung. Feste Konsistenz, aber sehr trocken, typischerweise für Brotsuppen. Dunkle Brote enthalten ihre Farbe vom Weizenmalz. »Gesundheitsbrot« und Ähnliches enthalten darüber hinaus Sonnenblumen- und Leinsamen etc. Es gibt manchmal sogar Brot mit einem gewissen Roggenanteil
(Centeio).
Kuchenfreunde sollten Pão de Deus
(Gottesbrot) probieren, das immer frisch im Café A Merenda in Ribeira Grande gemacht wird. Das ist ein lockerer, saftiger Hefeteig mit Kokosmasse. Der Name spricht für sich.
Im Alentejo (Festland-Portugal) wird Reis angebaut. Die großkörnige Variante, die für viele Arten Risotto und den klassischen Milchreis
Arroz Doce
verwendet wird, heißt
Carolino.
Die feinkörnige Variante, die eher trocken und/oder mit Meeresfrüchten im Lokal serviert wird, heißt
Agulha.
Auf den Azoren wird 60% der Milch Portugals produziert. Aus hygienischen Gründen wird keine Frischmilch verkauft. Weit verbreitet ist die Fettstufe Meio Gordo
(Halbfett, ca. 2,5%), in manchen Supermärkten findet man jedoch auch
Gordo, was der deutschen Vollmilch entspricht (3,5%).