Standort:
Lomba de São Pedro befindet sich im ruhigen Nordosten São Miguels, wo die Haupterwerbsquelle Landwirtschaft ist. Hier, an der Steilküste zwischen Ribeira Grande und Nordeste, befinden sich die meisten markierten Wanderwege der Insel und liegen somit ganz in der Nähe der Casa Sillanova. Einer der spektakulärsten Wege -
Moinho do Félix - führt sogar direkt am Haus vorbei und ein weiterer mit atemberaubender Aussicht - Fenais da Vera Cruz - kann ebenfalls direkt von der Unterkunft aus begangen werden.
Der höchste Gipfel São Miguels -
Pico da Vara - ist ganz nah, ebenso die beiden Teeplantagen, die heißen Quellen bzw. der botanische Garten in Furnas und natürlich auch viele spektakuläre Aussichtspunkte, Wasserfälle, Parks und Picknickplätze, die mit den ausführlichen Unterlagen, welche in der Casa Sillanova ausliegen, leicht zu finden sind.
Mietwagen:
Die Insel ist zwar mit 62 km Länge relativ klein, dennoch ist ein Mietwagen unverzichtbar, wenn man São Miguels Naturschönheiten genießen will. Es ist empfehlenswert, diesen sehr frühzeitig, bei Buchung des Flugs, zu reservieren, da es sonst deutlich teurer werden kann. Preiswerte Fahrzeuge findet man in Internetportalen wie z.B.
kayak.de oder billiger-mietwagen.de. Es existieren zwar öffentliche Verkehrsmittel, diese verbinden jedoch Dörfer und Städte und nicht Aussichtspunkte bzw. Wanderwege.
Es empfiehlt sich, auch für zwei Personen als Buchungskriterium »vier Türen« vorzugeben, aber keine Fahrzeuggröße. Bei Vorgabe »Kleinstwagen« könnte es sonst passieren, dass man vor Ort einen Zweisitzer-Smart erhält und da passen keine zwei Reisekoffer hinein. Allradantrieb, SUV o.ä. ist überflüssig, die Straßen sind sehr gut ausgebaut. Ein Navi ist nicht immer hilfreich, da viele Straßennamen nicht richtig erfasst sind. Am besten gleich am Flughafen die Straßenkarte von São Miguel mitnehmen - siehe im Reiter »
São Miguel«.
Bitte den Hinweis zum Thema Kreisverkehr im Reiter »
Wissenswertes« unbedingt ernst nehmen.
Kraftstoff kostet übrigens an jeder Tankstelle der Insel mindestens bis zum Ende des Monats zu jeder Uhrzeit unverändert gleich viel, auch um 5 Uhr morgens an der Autobahn.
Wandern:
In unmittelbarer Nähe von Lomba de São Pedro gibt es mehrere markierte Küstenwanderungen. Zwei markierte Wanderwege kann man, wie erwähnt, direkt von der Unterkunft aus starten. In weniger als 10 Autominuten Entfernung können mindestens fünf weitere Wanderungen - zum Teil kombinierbar - erreicht werden. Fährt man maximal 30 Minuten weit, kann man zwei Wochen lang täglich eine andere Wanderung machen. In den letzten Jahren wurden speziell im Nordosten viele neue Wege geschaffen, die noch nicht ihren Einzug in einschlägige deutschsprachige Wanderführer gefunden haben. Infos dazu findet man in den Tourismusbüros in Ribeira Grande, Parque Natural da Ribeira dos Caldeirões (Achada) und Nordeste. Mehr dazu unter dem Reiter »
São Miguel«.
Baden:
Es gibt rund um die Insel viele Bademöglichkeiten. Die Wassertemperaturen sind von Juni bis in den November hinein angenehm. Niedrige Wellen wird man aber am häufigsten im Juli und August haben. Die Lufttemperatur beträgt auch im Sommer oftmals nur 21° bis 25° C., bei direkter Sonnenbestrahlung und höherer Luftfeuchtigkeit fühlt es sich aber deutlich wärmer an.
Sonnenmilch mit hohem Lichtschutzfaktor ist Pflicht. Ebenso Badeschuhe (heiß!).
Besonders im Hochsommer sind die Strände u.a. wegen der Schulferien gut besucht, bei wolkenlosem Himmel wird man z.B. in Porto Formoso nachmittags keinen Parkplatz finden.
Mit dem Auto ist der nächste unbewachte Strand rund 5 Minuten entfernt (Praia da Viola in Lomba da Maia). Dann gibt es in Maia (ca. 10 min) einen kleinen, vor Brandung geschützten Stadtstrand mit Bar/Restaurant und auch natürliche Felsbecken, in denen man Schnorcheln kann (Piscinas Naturais).
Zwei große Strände mit Bar/Café sind Praia dos Moinhos in Porto Formoso (15 min) und der bei Surfern beliebte Strand Praia de Santa Bárbara in Ribeira Grande (25 min.). Auf der Südseite der Insel befinden sich jede Menge Strände, z.B. in Ribeira Quente oder Água d'Alto (je 40 min). In Nordeste (15 min) gibt es ein Meerwasserschwimmbecken, das unabhängig vom Wellengang ist, außerdem ein Schwimmbad mit kleinem Stadtstrand in Ribeira Grande (25 min). In Furnas (20 min) kann man ganzjährig in heißen Quellen baden, in Ferraria (ca. 60 min) geht das bei Ebbe sogar im Meer. Eine Übersicht nahezu aller Badestellen mit detaillierten Karten liegt in der Unterkunft aus.
Einkaufen:
Da man als Urlauber in der Regel den ganzen Tag mit dem Mietwagen unterwegs ist, liegt es nahe, unterwegs einzukaufen. Dank der vorhandenen Kühlbox mit Kälte-Akkus ist man dabei zeitlich flexibel.
Große Supermärkte befinden sich - außer in der Hauptstadt - in dem ca. 25 km entfernten Ribeira Grande (ca. 25 Autominuten), ein kleinerer Discounter in Lomba da Fazenda (15 min. Richtung Nordeste), mehrere Geschäfte in Maia (10 min.), eines in Lomba da Maia (7 min.) und je einen Mini-Markt in den Nachbarorten Salga (3 min.) und Fenais da Ajuda (4 min.). Und es gibt sogar einen mit einer Bar kombinierten Mini-Laden in Lomba de São Pedro. Mini-Märkte gibt es in fast jedem Ort, diese sind in der Regel aber sehr übersichtlich sortiert. Frischfleisch und -fisch gibt es dort nicht. Lomba de São Pedro wird außerdem von einem Brot- und Gemüsewagen versorgt, die sich deutlich bemerkbar machen.
Frischen Fisch und Fleisch kauft man am besten in Ribeira Grande, entweder im Supermarkt »Continente« oder besser noch in einem Fischladen bzw. Metzgerei. Es gibt dort auch einen recht gut sortierten, günstigen Gemüseladen mit regionalen/saisonalen Produkten. Eine Beschreibung mit detaillierten Karten liegt in der Unterkunft aus. Bei Bedarf haben wir natürlich auch Platz in der Tiefkühltruhe frei oder können beim Einkauf immer mal das eine oder andere mitbringen.
Essen gehen:
Die azorische Küche ist einfach und deftig. Obwohl preisgünstig und stets verfügbar, essen Einheimische wenig Fisch, abgesehen von einem Auflauf mit
Bacalhau (Stockfisch). Meeresfrüchte gibt es auf der Insel nicht, außer Lapas (Napfschnecken) und Lulas (Tintenfisch) bzw. Polvo (Oktopus). Man findet am Strand schließlich auch keine Muschelschalen. Wenn Fisch nur als Ergänzung auf einer Karte steht (z.B. Albacora = Gelbflossen-Thunfisch), ist der leider oft komplett durchgebraten und trocken. Daher sollte man für gute Fischgerichte stets ein ausgewiesenes Fischrestaurant besuchen oder frischen Fisch einfach selbst zubereiten, z.B. am Grill im Innenhof der Casa Sillanova.
Typische Snacks sind
Bifana (Schweineschnitzel) und Prego bzw. Bitoque (Rindersteak) die es im Brötchen (no pão) oder auf dem Teller (no prato) mit Pommes & Reis gibt. Typischerweise ist das Fleisch in der allgegenwärtige Paprika-Soße eingelegt (gemahlene Schoten + Salz) und/oder mit Weißwein und Knoblauch mariniert. Auch Entrecosto oder Torresmo (Rippchen bzw. Bauchfleisch vom Schwein), Costoleta do Novilho (Jungbullen-Kotelett) und Hamburguer (bei no prato ist es ein Hackfleischfladen ohne Brot) findet man häufig. Die geschmackliche Qualität lässt sich meist am Preis ablesen. In einer Snackbar kann ein Hamburger ein Fertigprodukt aus der Tiefkühltruhe sein.
Der Azorer geht in der Regel mittags essen und das gerne spät (bis 14 Uhr). Deswegen sind es vor allem die touristischen bzw. teureren Restaurants, die abends etwas zu Essen anbieten. Beliebt sind auch Buffet-Restaurants, in denen man mittags für kleines Geld beim »all-you-can-eat« typische micelenser Kost probieren kann. Sonntags gehen azorische Familien gerne auswärts Mittagessen; ohne Reservierung wird man dann selbst in der Nebensaison kaum einen Buffet-Platz bekommen.
Restaurants in der Nähe:
Diese und weitere Restauranttips liegen auch in der Unterkunft aus. Alle Entfernungsangaben sind Fahrzeiten mit dem Auto:
Lomba de São Pedro (1 min bzw. ein paar Minuten zu Fuß): A Coruja ist eine Snackbar mit typischem Angebot wie z.B. Bifana. Besonders zu empfehlen ist Pão de Alho (großes Knoblauch-Käse-Baguette). Ab Mittag durchgehend geöffnet, Mittwoch Ruhetag.
Salga (3 min): O Moagem ist eine Pizzeria (Di-So, Mittag bis früher Abend) direkt vor dem Ortseingang. Die Pizza ist sehr dick belegt, schmeckt sehr »azorisch«, aber gut, und ist außerdem günstig.
Achadinha (5 min): Os Melos. Ausgezeichnetes tägliches Mittagsbuffet (im Sommer unbedingt reservieren!). Preisgünstige, bodenständige Hausmannskost. Das direkt benachbarte Poço Azul bietet von Montag bis Samstag ebenfalls Mittagsbuffet sowie Abendessen à la Carte an.
Maia (10 min): O Estrela. Bar und Restaurant direkt am Stadtstrand von Maia. Kleine Tageskarte mit (u.a.) fangfrischem Fisch zu erträglichen Preisen. Von Mai bis Oktober ab Mittag durchgehend geöffnet.
São Brás (10 min): O Emigrante. Täglich mittags geöffnet. Einfache regionale Küche zu vernünftigen Preisen.
Tá Ligado. Eine sehr empfehlenswerte Snackbar mit lokalem Charme. Montag bis Samstag ab Mittag durchgehend Küche, Sonntags ab 17 Uhr.
Cantinho do Cais. Gut besuchtes und nicht gerade billiges Familienrestaurant, mittags und abends geöffnet. Regionale Küche, Spezialität Fischsuppe. Reservieren notwendig.
Coffee Bar Alfredo ist Café, Snackbar und einfaches Restaurant, direkt an der Landstraße mit einer großen Auswahl an guter Konditoreiware. Täglich ab 7 Uhr morgens bis zum späten Abend geöffnet.
Porto Formoso (15 min): O Amaral. Spezialisiertes Fischrestaurant. Mittags und abends geöffnet. Nicht ganz billig, aber dafür sehr gut.
Furnas (20 min): Hier gibt es relativ viele Restaurants, manche davon jedoch mit etwas fragwürdigem Preis-/Leistungsverhältnis. Erwähnenswert sind das etwas teure, aber gute Caldeiras e Vulcões (Spezialität: vulkandampfgegarter Cozido nach Vorbestellung), das nebenan auch eine Snack-Bar betreibt. Und das nicht ganz so teure Vale das Furnas. Jeweils mittags und abends; Reservierung notwendig.
Lomba da Fazenda (15 min): Casa de Pasto O Cardoso. Hervorragende regionale Küche zu vernünftigen Preisen. Außerdem erstklassige Fischgerichte auf der Tageskarte. Nur mittags geöffnet. Reservierung notwendig.
Ribeira Grande (25 min): Faria. Bar und Mittagskantine mit authentischer einheimischer Hausmannskost. Laut, quirlig, günstig und - egal ob Fisch oder Fleisch - ausgesprochen gut! Man sollte sich die hausgemachten Queijadas de Leite als Dessert nicht entgehen lassen.
O Ildeberto liegt ein paar Fußminuten vom Zentrum entfernt - gegenüber einer Schule - und bietet ein gutes Mittagsbuffet incl. Nachspeisenbuffet (12-15 h) an.
Das
Carlos Feire ist eine Snackbar mit exzellentem Preis-/Leistungsverhältnis, die qualitativ fast an ein Restaurant heranreicht. Bifana com bacon e ovo und Prego no pão sind sehr zu empfehlen.
Kuchen- und Dessertliebhaber sollten unbedingt einen Besuch im
A Merenda einplanen und dort das hausgemachte Pão de Deus probieren.
Wer gute, handgemachte Hamburger zu schätzen weiß, sollte
Tio Lanches einen Besuch abstatten. Täglich mittags und abends.
Abgesehen davon gibt es noch einige höherpreisige Restaurants, die abends geöffnet haben, wie z.B.
Monte Verde oder O Silva.